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Donauwörth 2017

von Rita Dörner

Das Donauwörth-Seminar vom 01.12.2017 bis zum 04.12.2017, organisiert von Lukas Gehring und Andrea Lachmann, begann am Freitag Nachmittag mit der gemeinsamen Anreise. Anschließend, während die letzten Nachzügler eintrafen, hielt Andrea Lachmann einen Vortrag über Projektive Geometrie, die Darstellung von dreidimensionalen Objekten auf einer zweidimensionalen Ebene. Wie die anderen Vorträge auch, fand dieser im Gemeinschaftsraum der Jugendherberge Donauwörth statt, in der wir auch übernachteten. Nach dem Abendessen wurde in den Aufenthaltsräumen der Jugendherberge gespielt.

Am Samstag Vormittag durften die Schüler einem Vortrag von Maximilian Keßler über die Pellsche Gleichung, eine diophantische Gleichung 2. Ordnung, lauschen, während die Älteren einen Vortrag von Leon Hendrian über die Starrheit von Polyedern anhörten. Anschaulich heißte das, dass ein Polyeder noch verformbar ist, solange man nur die Kanten gegeben hat, wie z.B. in einem Magnetmodell, aber nicht mehr, sobald auch die Flächen gegeben sind. Anschließend referierte Nicholas Schwab, ebenfalls bei den Älteren, über den Hilbertschen Nullstellensatz. Mittags fuhren wir dann alle zum Christkindlmarkt in Nördlingen, der in einer halben Stunde leicht mit dem Zug erreichbar war. Dort verbrachten wir den Nachmittag, bis es abends wieder zurück nach Donauwörth ging. Wie am Vortag wurde nach dem Essen gespielt und es fand sogar ein spontaner Tanzabend statt.

Sonntag Vormittag hielt Nicholas Schwab einen Vortrag Sortieralgorithmen, also über verschiedene Methoden, Eingaben in einen Computer ihrer Größe nach zu sortieren. Dabei hängt die Dauer des Sortiervorgangs stark von dem angewendeten Algorithmus ab. Zur gleichen Zeit trug Ferdinand Wagner bei den Studenten über Dirichlets Primzahlsatz vor. Zwischen diesen Vorträgen und dem Mittagessen durften die jüngeren Teilnehmer einem Vortrag von Christoph-Simon Senjak über Datenstrukturen lauschen. Leon Hendrian führte als Vorbereitung für den nächsten Studentenvortrag Homologie ein, also wie man z.B. geometrischen Gebilden algebraische Objekte, wie beispielsweise abelsche Gruppen, zuweist, um unter anderem Löcher zählen zu können. Während die Studenten am Nachmittag von Daniel Harrer einiges über Persistente Homologie und die Unauflösbarkeit von Polynomen fünften Grades mit Radikalen erfuhren, hielt bei den Schülern zuerst Christoph-Simon Senjak einen Vortrag über Lebesgue und anschließend referierte Tamás Korodi über Symmetrien.

In Lukas Kempfs Vortrag für die Schüler am Montag Vormittag ging es um Verfahren, die benutzt werden können, um in einem Verkehrsnetz (mathematisch als Graph bekannt), wie z.B. einem Straßennetz oder Schienennetz, die kürzesten Wege zu finden. Hierbei wurden der Dijkstra- und der Bellman-Ford-Algorithmus behandelt. Parallel referierte Tobias Kilian bei den Älteren über die Maximum-Likelyhood-Schätzung durch Ausgleichrechnung und ihre Anwendung in der Biophysik.
Anschließend war das Donauwörth-Seminar 2017 leider schon vorbei und die Teilnehmer begaben sich auf den Rückweg.

Zeit: 
1. Dezember 2017 bis 4. Dezember 2017
Typ: 
Seminar
Ort: 
Donauwörth